Von: Bill Misner Ph.D
Fruktoseaufnahme verändert den Stoffwechsel von Blutglukose und -lipiden, was zu ernsten Gesundheitsgefahren und reduzierter Energieproduktion führen kann. Forscher [1] nannten etliche pathologische Folgen einer hohen Aufnahme isolierter Fruktose (Fruchtzucker), vor allem wegen der hohen Süßkraft, die in vielen Produkten zu finden ist. Die Fruktose-Gesamtaufnahme pro Kopf ist im Zeitraum von 1970- 1997 in den USA um erstaunliche 26% gestiegen (oder von 64g to 81 g/Tag). Nur 40g pro Tag davon reichen, um einen pathologischen, abnormalen Stoffwechsel der Kohlenhydrate und Fette hervorzurufen. Das Zuviel stammt aus 3 synthetischen Zutaten in unseren Lebensmitteln: isolierte Fruktose, Saccharose (Haushaltszucker), und (Glukose-)Fruktosesirup aus Maisstärke (HFCS). Auszunehmen hiervon ist natürlich vorkommende Fruktose aus Früchten und Gemüsearten. Natürlich vorkommende Pflanzenfruktose ist weder mit Blutglukose- noch mit Blutfettabnormalitäten assoziiert, wie dies bei synthetisch gewonnener Fruktose der Fall ist. Im Gegenteil, Ernährungsfachleute ermutigen zu häufigem Frucht- und Gemüseverzehr, um Ballaststoff-, Mikronährstoff- und Antioxidantienanteil in der Diät zu erhöhen. Die Aufnahme natürlicher Fruktose aus generell kalorienarmer Pflanzenkost ist gering, und als unverarbeiteter natürlicher Zucker ist keine Gefahr von ungewünschten Stoffwechselreaktionen gegeben, wie dies als Folge des Konsums großer Mengen verarbeiteter/isolierter Fruktose der Fall ist.
Die ungesunden Nebenwirkungen, die mit der Menge aufgenommener verarbeiteter Fruktose korrelieren sind: bislang nicht genauer erklärbare Körperfettzunahme, erhöhte Insulinresistenz, verschlechterte Glukosetoleranz, Erhöhte Laktatwerte, Hyperinsulinämie, Hypertriglyceridämie und Bluthochdruck.
Plasmainsulin und Leptin agieren im Zentralen Nervensystem als Faktoren für die langfristige Balance im Energiehaushalt. Da Fruktose nicht die Insulinsekretion aus den pankreatischen ß-Zellen stimuliert, ist die Insulinresponse auf den Konsum von Speisen und Getränken mit Fruktose geringer als auf solche mit Glukose im Kohlenhydratanteil. Weil die Leptinproduktion über die Insulinausschüttung nach Mahlzeiten geregelt wird, reduziert Fruktosekonsum die Höhe der zirkulierenden Leptinkonzentration. Die kombinierten Effekte von weniger Leptin und Insulin bei Personen, die große Mengen Fruktose konsumieren, können höchstwahrscheinlich das Risiko für Gewichtszunahme und die damit einhergehenden metabolischen Konsequenzen erhöhen. Zudem wird Fruktose im Vergleich mit Glukose in der Leber bevorzugt zu Lipiden (Fetten) verstoffwechselt. Eine kleine Menge des synthetischen Additivs reicht, um einen metabolischen Alptraum zu verursachen, der die während Zeiten maximalen Energiebedarfs benötigte sensible Balance zwischen Insulin, Glukose und Fetten zerstört.
Fruktose-gesüßte Energiegels, Drinks, oder Riegel sind KEINE guten Quellen, um die während körperlicher Belastungen entleerten Glykogenspeicher in der Muskulatur zu unterstützen. Kohlenhydrate braucht der Sportler aber für Gesundheit, Erhalt der fettfreien Körpermasse und Energie für extreme Ausdauerbelastungen. Ausdauersportler, die sich dabei auf fruktosereiche Energieprodukte vor, während oder nach längeren Belastungen verlassen, überschreiten sehr schnell die durchschnittliche Zufuhr in einem Bruchteil der üblicherweise dafür benötigten Zeit:
| Energiequelle | Fruktose pro 300 Kalorien Portion für 1 Stunde | 3 Stunden | 6 Stunden |
| GELS | 6-15 Gramm | 18-45 Gramm | 36-90 Gramm |
| DRINKS ODER PULVERMIX | 15-24 Gramm | 45-72 Gramm | 90-144 Gramm |
| RIEGEL | 18-50 Gramm | 36-150 Gramm | 72-300 Gramm |
Regelmäßiger Verzehr von nur 40 Gramm isolierter Fruktose innerhalb weniger als 10 Stunden erhöht Triglyceride, Insulinresistenz und auch das Körperfett. Durch das Trinken einer 330-ml-Portion Limonade werden ca. 25 g Fruktose aufgenommen. Normalerweise enthalten verpackte Lebensmittel, Gels oder Drinks zwischen 6 bis zu 50 Gramm Fruktose pro Portion von 300 Kalorien. Das Problem ist natürlich nicht eine einzige Portion, aber während eines 3-stündigen Laufes ist der Bedarf wesentlich höher, was sich schnell auf 750 - 840 Kohlenhydratkalorien summiert. Eine weitere häufige Nebenwirkung, die mir von Athleten zugetragen wird, ist für Sie unerklärliches und unerwünschtes Körperfett, meist im Rahmen von ca. 2 - 6kg. "Wo kommt das her," fragen sie. Sollte ein Athlet, der 4000 Kalorien pro Tag beim Training verbrennt und nur 3500 Kalorien wieder zuführt, Rettungsringe am Bauch tragen? Isolierte Fruktose ist der verantwortliche Übeltäter. Wie ein paar andere Metaboliten verändert sie subtil die normale Umwandlung von Kohlenhydraten und Fetten , indem Fruktosekalorien in erhöhte Triglyceridspiegel, Insulinresistenz und gestörten Glukosestoffwechsel umgeleitet werden, mit dem Ergebnis, dass der Körper Fette anders im kardiovaskulären System und dem Bauchfett speichert.
Der negative Einfluss auf Blutdruck, Triglyceride, Insulinresistenz, gestörten Glukose- und Fettmetabolismus durch überhöhte Aufnahme von isolierter Fruktose stehen im Gegensatz zu den wohlbekannten Ernährungsprinzipien für Gesundheit und fortschrittliches Ausdauertraining. Das Vermeiden mit Fruktose gesüßter Produkte ist ein wichtiger Faktor in Ihrer Ernährungsstrategie - mit gesundheitlichen und leistungsrelevanten Folgen.
[1] Fructose, weight gain, and the insulin resistance syndrome, Sharon S Elliott, Nancy L Keim, Judith S Stern, Karen Teff, Peter J Havel, American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 76, No. 5, 9 11-922, November 2002. www.ajcn.org/cgi/content/full/76/5/911
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